Band

Rainer SchusterRainer Schuster, der Frontman von Tacheles, ist sich sicher:

Stimmung braucht Show, Glamour und internationale Experten. Ob kölsch, deutsch, englisch oder italienisch – ab sofort zählt nur noch die Sprache der Freude und der Liebe.

Unter Einsatz seiner ganzen Phantasie und seiner letzten Bargeldbestände ist Rainer Schuster an die entlegensten Orte gereist, um neue, internationale Mitstreiter zu finden.

Heini, der herzliche HühnerbauerSo kam er ins sagenumwobene Schmallenberg hinter den sieben Bergen im Sauerland und fand dort  nach langer Suche Heini, den herzlichen Hühnerbauern, der sich hingebungsvoll um seine 2340 Hühner kümmerte. Allabendlich, wenn die Sonne hinter den sanft bewaldeten Bergwiesen des  friedlichen Sauerlandes unterging, spielte er ihnen eine kleine Etude auf seinem Harmonium vor. Als Rainer Schuster diese Klänge zum ersten Mal hörte, war er den Tränen nah. Aus jedem Ton sprach Liebe und Leidenschaft. Das ist es, was die Welt am dringendsten benötigt, dachte er sich und überzeugte Heini davon, ihn zu begleiten.

Elvis Massimiliano MaseratiAuf der weiteren Suche reiste er in die nördlichste Stadt Italiens: Colonia!                  Im berüchtigten Stadtteil Campo d’Onore oder wie die Kölner sagen: Ehrenfeld, fand er einen Schmelztiegel der Kulturen, in dem Rainer Schuster den Rhythmus des Lebens spürte. Hier wollte er den Menschen finden, der ihn zum Tanzen bringt, denn er wusste genau: The bass is what makes you dance! Und so traf er auf Elvis Massimiliano Maserati, den Sohn eines norditalienischen Schwachstromelektrikers und einer bulgarischen Hochzeitssängerin. Unglücklicherweise übertrug er ihm die Aufgabe, weiße Hemden für die gesamte Band zu kaufen. Da wusste er noch nicht, dass Elvis absolut farbenblind ist. Da das kaum vorhandene Budget sowieso schon längst gesprengt war, entschied sich Rainer Schuster dafür, ab sofort die Farbe orange in die Welt zu tragen.

Helwig-Maria PingelSeine nächste Station führte ihn nach Wien, eine der schönsten Städte, die er je gesehen hatte. Als er dort staunend und ergriffen über soviel Anmut an einer roten Fußgängerampel verweilte, holte ihn eine schneidende Stimme zurück in die Realität: „Gnädiger Herr, Ihr Batschen ragt in den für Sie aktuell gespärrten Verkehrsraum und die Ompel ist rot. So geht’s sich nicht aus. Des gibt an Organmandat. Und oßerdem Ihren Ausweis bittscheen!“  Rainer Schuster freute sich über soviel menschliche Zuwendung und ahnte, dass er soeben ein weiteres Mitglied seiner Band kennengelernt hatte. Ein Mensch, der so genau über Regeln und Organisation Bescheid wusste, würde seine Band weit voran bringen. Als er dann noch hörte, dass Helwig-Maria Pingelmann in seiner Freizeit Mathematik-Bücher korrigierte, war alles klar. Dieser Mann musste in die Band.

Franz BranntweinNun musste er nur noch einen Menschen finden, der seiner zukünftigen Band eine Portion Rock verleihen konnte. Da er sich mit Musik nicht wirklich auskannte, googelte er den Begriff Rock’n Roll und erfuhr, dass es sich hierbei um eine Musikrichtung der 1950er und frühen 1960er Jahre handelte. Diese Information zeichnete ein relativ klares Bild seiner Zielperson und so fand er sich wenig später im Seniorenstift „Dem Himmel nah“ wieder. In einem ausgiebigen Casting der Musikgruppe schloss er alle aus, die noch gut bei Stimme waren. Es sollte schließlich keiner besser singen als er selber.  Seine Wahl fiel am Ende auf Franz Branntwein, dessen Darstellungsdrang ihn zu einer eigenwilligen Interpretation des Peter Kraus Klassikers „Hula Baby“  veranlasste. Auf der anschließenden Fahrt in die Notaufnahme phantasierte er  fortwährend von einer ehemaligen Boyband namens  „Steingass-Terzett“, der er nach eigener Aussage  angehört hatte.

Nachdem Rainer Schuster die Suche nach seinen Experten schon für beendet hielt und sich auf dem Weg in den Urlaub im sonnigen Süden Spaniens befand, legte er eine Pause ein, um in einem malerischen kleinen Dorf im Schatten eines Hügels eine Siesta einzulegen. Er suchte das einzige Café im Ort auf und bestellte einen café con leche. Während er genüsslich seinen Kaffee schlürfte und seinen Gedanken freien Lauf ließ, hörte er gar liebliche Klänge und wähnte sich schon in einem allzu schönen Tagtraum, als er plötzlich eines Mannes mit Weste und Hut gewahr wurde, der eine Gitarre um den Hals trug, sich vor ihn stellte und sagte: „Hola, buenos dias. Que tal? Ich bin Paco Antonio José Maria de Sastre del Potro Garçia Márquez. Was führt dich nach Villabajo?“ Rainer Schuster freute sich sehr, mit einem Einheimischen ins Gespräch zu kommen und erzählte Paco Antonio José Maria de Sastre del Potro Garçia Márquez was dieser wissen wollte – und noch vieles mehr. Die beiden redeten und redeten und irgendwann fingen beide an zu singen und Paco spielte dazu die Gitarre auf eine Art, die Rainer Schuster noch nie zuvor gehört hatte. Er war wie elektrisiert und konnte gar nicht anders, als Paco in seine Band aufzunehmen. Und während Villabajo noch schuftet und spült, steht Paco Antonio José Maria de Sastre del Potro Garçia Márquez schon auf den Bühnen des Kölner Karnevals!

Mit diesen 5 Gestalten geht Rainer Schuster jetzt wieder auf Tour, um in erster Linie sich selbst und darüber hinaus auch jede Menschenansammlung  in nie zuvor gekannte Ekstase zu versetzen. Vergessen Sie alles, was Sie bisher über Stimmung zu wissen glaubten, denn hier kommt nichts Besseres als „Tacheles“!!!